Selbstverständnis

Was mich antreibt in meinen wissenschaftlichen, künstlerischen (eher im Hintergrund) und kulturellen Unternehmungen, ist die Reflexion menschlicher Erfahrung. Im Hinblick auf sie sind die Wissenschaft, die Künste, jede im weiten Sinn verstandene kulturelle Praxis Bundesgenossen. Verabschieden sie sich davon, durch Feigheit, Unehrlichkeit und der Nachgiebigkeit gegenüber schlechten Gewohnheiten, verwandeln sie sich in Hilfskräfte der Inhumanität, die den gesellschaftlichen Zusammenhang fixiert.

Die Reflexion menschlicher Erfahrung, die nach dem Zusammenbruch aller geschichtsphilosophischen Illusionen als einzige Instanz zurückbleibt, von der eine Fortsetzung des Zivilisationsprozesses erwartet werden kann, ist ein kollektiver Prozess. Die Kollektiva können reale oder virtuelle sein, jede Eingrenzung des eigenen Beginnens auf Sparten, Peergroups, Szenen, Klassen oder Schichten ist aber esoterisch und fällt zurück hinter das, was möglich wäre. Wissenschaft, die ihren pädagogischen Ursprung verlässt und zum Insichgeschäft der dafür besoldeten Konventikel wird, verrät sich selbst; Kunst und Kultur, die es sich nicht zur (unmöglichen) Aufgabe machen, die Trennungen zu durchqueren, durch die Gesellschaft sich herstellt, das Ganze so im Einzelnen zur verkörpern, dass es in ihm, wie immer gebrochen und fragmentiert, sich zu reflektieren vermag, tun dasselbe. Das Gespräch zwischen uns, den bedürftigen und begehrenden Subjekten (Klaus Heinrich), ist Anfang und Ende, Geist selbst. Alle seine Produkte sind das Zweitwichtigste von der Welt.


 

 

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